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Wenn Essen zur Sucht wird
– Esssucht

Ess-Süchtige essen zwanghaft und denken dauernd an „Essen" und an die Folgen für ihren Körper. Sie essen entweder zu viel, oder sie kontrollieren ihr Gewicht mit komplizierten Systemen von Essen, Diäten, Fasten und Bewegung.

Ess-Sucht führt häufig zu Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas), mit den zugehörigen gesundheitlichen und sozialen Problemen. Übergewichtige fühlen sich oft als Versager und Außenseiter. Fehlernährung kann zu zusätzlichen Problemen führen.




 

Die spezielle Binge-Eating-Esssucht

zeichnet sich durch immer wiederkehrende Essanfälle aus, bei denen sehr schnell eine viel grössere Menge an Nahrungsmitteln verzehrt wird, als andere Menschen unter vergleichbaren Umständen essen würden. Ein körperliches Hungergefühl liegt dem nicht zugrunde.

Während eines Essanfalls tritt oft das Gefühl des Kontrollverlusts auf, also das Gefühl nicht konrollieren zu können was und wieviel gegessen wird.

Es wird alleine gegessen, aus Scham über die eingenommenen Mengen. Hinterher kommt meist Ekel gegen sich selbst, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle.

Der Unterschied zur Bulimie liegt darin, dass dieses Verhalten hinterher nicht durch selbst herbeigeführtes Erbrechen, oder Abführmittel, ergänzt wird. Die Essattacken als solche sind allerings vergleichbar mit denen der Bulimie.

 
Adipositas
– die häufige Folge von Esssucht

Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) ist eine Bezeichnung für starkes Übergewicht durch eine übermäßige Fett-Vermehrung im Körper mit krankhaften Auswirkungen.

Es werden drei Schweregrade unterschieden. Die Abgrenzung zwischen den drei Schweregraden erfolgt meist über den Körpermasseindex (BMI) mit einem BMI gleich bzw. größer als 30.

Entscheidend für das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ist aber nicht der BMI, sondern wie das Fett verteilt ist.

Besonders nachteilig sind Fett-Depots im Bauchraum und an den inneren Organen. Das beeinflusst den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, und führt zu Fettstoffwechselstörungen und Diabetes.
Der Bauchumfang ist leicht zu messen als Maß für die Fettverteilung. Ein erhöhtes Risiko besteht für Frauen ab 80 cm, für Männer ab 92 cm.
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Esssucht: Erst die Gier dann die Reue.

 
Kurz-Filme zu Esssucht
Die meisten Clips im Internet zum Thema Esssucht stammen aus den USA. Daher sind sie englischsprachig:

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Ursachen von Adipositas
1. genetische Faktoren:
Erbanlagen prägen den Grundumsatz, die Nahrungsverwertung und das Verteilungsmuster vom Fett zu 30-40%.
Von den leiblichen Eltern/Großeltern hängt es ab, ob der Körper dazu neigt eher mehr Fett zu speichern.

Die restlichen 60-70% der Faktoren, die zu viel Fett im Körper unterstützen, kann man selbst beeinflussen.

D.h. dem Einen fällt es etwas leichter mit richtiger Ernährung und Bewegung abznehmen, dem Anderen etwas schwerer. Möglich ist es aber immer.

2. sozio-kulturelle Faktoren und Fehlverhalten:
Fehlverhalten bedeutet falsche Ernährung einerseits – und zu wenig Bewegung (Energieverbrauch) andererseits. Das führt zu einer ungesunden Energiebilanz.

 
Die genetische Ausstattung des Menschen hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. So etwas braucht eher Jahrhunderte bis Jahrtausende.

Die starke Zunahme von Adipositas ist heute in erster Linie den veränderten Lebensumständen zuzuschreiben:

• Sitzende Tätigkeit eßsucht
• Geringe Bewegung durch Auto, Liftesssucht
• Passive Freizeit (Fernsehen, „Rumhängen") ess sucht
• Frust, Langeweile, Stress: Essen als Übersprungshandlung eßsucht
• Waren-Überangebot essen sucht
• Essen als Ersatz für emotionale und persönliche Zuwendung eßsucht
• Erziehung: „Der Teller wird leer gegessen", „Iss was, dann wirst du was!" • keine gemeinsamen Mahlzeiten essen sucht
 
• Fertignahrung statt frisch gekochter Mahlzeiten aus Grundnahrungsmitteln eßsucht
• negative Vorbilder: übergewichtige Eltern haben oft übergewichtige Kinder essen sucht
• Essen vor dem TV oder im Kino, Lesen beim Essen, „Frühstücken" im Auto auf dem Weg zur Arbeit, etc. eßsucht
• Fastfood: Portionengröße, Essgeschwindigkeit, zu hoher Fett-, Salz- und Zuckergehalt.essen sucht
• fehlende Aufklärung, Mangel an alternativen Produkten und einiges mehr.

3. Krankhafte Faktoren:
Auch Essstörungen wie Esssucht können wiederum für die Fettleibigkeit verantwortlich sein.
In sehr wenigen Fällen (2%) sind Stoffwechselerkrankungen die Ursache für die übermäßige Fettspeicherung.

Mit anderen über Esssucht reden: Essstörungen-CHAT | Esssucht-FORUM

Bücher zur Hilfe bei Esssucht:
   
   

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