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wie sag ich es meiner familie?
Beiträge: 1
Registriert seit: Nov 2008
Beitrag: #1
wie sag ich es meiner familie?

Hallo,

habe seit 4 jahren bulimie und habe nun endlich den verdammten ersten schritt gemacht und fange bald eine therapie an. Darüber bin ich erleichtert aber im moment gehts mir so schlecht weil es außer meinem freund niemand weiß und ich mich nur noch zu hause einschließe, bringe es einfach nicht übers herz es meiner familie und meinen freunden zu sagen. das schamgefühl und die wut auf mich selbst sind so ungeheuer groß :-( das ist das aller schlimmste...

wie war das bei euch, die reaktionen.. als es die menschen um euch rum erfahren haben bzw. erfahren mussten?

liebe grüße an alle

24-11-2008 11:50 PM
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Beiträge: 38
Registriert seit: Oct 2008
Beitrag: #2
RE: wie sag ich es meiner familie?

meine familie hats quasi begriffen, noch bevor ich es selbst realisiert hatte....
und haben mcih immer unterstützt.
meine freunde haben mich in den arm genommen als ich es sagte.
wenn ichs heute leuten sage, reagieren die meist (denn ich weiss schon, wem ichs sag.Wink ) mit verständnis.

andere leute, die das ganze gerüchteweise erfahren und mit denen ich keinen näheren kontakt habe reagieren genischetr. manche lästern über die aufregende neuigkeit, andere sind interessiert und keineswegs ablehnend, manchen ist das problem zu groß/unbekannt und sie gehen auf abstand, abwehr.
aber das ist mir recht egal. sind wenige, die davon wissen von denen ichs nicht will dass sies wissen. die meisten wissens von mir und das sind leute, bei denen ichs gut aufgehoben weiss. und die sind zum allergrößten teil sehr gut damit umgegangen. eine große unterstützung, auf die ich mich da verlassen kann, wenn ich drauf zurückgreifen will.

25-11-2008 11:30 AM
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Beitrag: #3
RE: wie sag ich es meiner familie?

Liebe Maja!
Erstmal muss ich Dir sagen,dass ich es ganz toll und mutig von Dir finde,dass Du Dir professionelle Hilfe gesucht hast,das ist in unserer Situation echt nicht einfach.Hut ab dafür,sei stolz auf Dich.
Das mit der Familie ist natürlich ´ne heikle Sache.Ich habe die Es jetzt seit 8 Jahren und habe erst Anfang diesen Jahres den Schritt getan,mir Hilfe zu suchen und es meiner Familie&Freunden zu sagen.Es war genauso,wie bei Dir,mein Freund weiss es schon ziemlich lange.
Hatte große Angst,wusste nicht wie ich es Ihnen beibringen soll und hatte Panik,wie sie reagieren würden.Doch ich hatte Glück,sie haben mit großem Verständnis reagiert und mir seitdem in allen Lagen zur Seite gestanden.Ihnen habe ich bis heute viel zu verdanken,auch den Schritt,in eine Klinik zu gehen.
Es ist schwierig,Dir da die passenden Ratschläge zu geben,denn ich weiß ja nicht,wie Euer Verhältnis zueinander ist.Aber ich kann Dir nur sagen,dass es unheimlich wichtig ist,mit Ihnen darüber zu reden,denn sie sind ein Teil von Dir.Du wirst sehen,wenn es erstmal raus ist,werden Dir tausende von Steinen vom Herzen fallen und Du wirst Dich insgesamt viel befreiter fühlen.

Es ist so toll,dass Du Einsicht zeigst und Dir Hilfe geholt hast,ich bin mir sicher,dass Du diesen Schritt auch schaffen wirst,ich glaube ganz fest an Dich.Lass Dich von Deinen Gefühlen nicht verunsichern,Du bist stark und kannst es schaffen,nur Mut.

Wünsche Dir nur das Allerbeste!Nimm Dein Leben in die Hand,es ist zu wertvoll,um es von der ES auffressen zu lassen.
Liebe Grüße von NicciShy

05-12-2008 01:45 PM
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Beiträge: 22
Registriert seit: Aug 2008
Beitrag: #4
RE: wie sag ich es meiner familie?

Hi,

also, ich kann dir auch nur raten, es möglichst schnell deiner Familie zu sagen, zumindest deinen Eltern. Bei mir war es so, dass ich es meinen Eltern gesagt habe, kurz nachdem mir klar war, dass ich krank bin und Hilfe brauche. Mein erster Gedanke war dabei nicht, dass ich von ihnen viel Unterstützung wollte, sondern dass ich sie nicht anlügen wollte, da ich öfters zu Beginn öfters zu Ärzten musste. Beide waren ziemlich geschockt, auch wenn sie meinten, dass sie sich so etwas schon mal gedacht hätten, dann jedoch die Vermutung wieder verworfen hätten. Eine Zeit lang war es relativ schwer, einfach aus dem Grund, weil sie nichts genaues über die Krankheit wissen und ein völlig falsches Bild davon haben. Jetzt ist es sehr viel besser geworden und wenn ich sie besuche, wird vorher abgesprochen, was es zu essen gibt, damit ich ein möglichst geringes schlechtes Gewissen habe... Damit helfen sie mir schon genug.

Sonst wissen es noch fünf Freunde von mir und alle haben ganz toll reagiert Smile Eine hat mir dann sogar erzählt, dass sie auch bis vor ein paar Jahren die gleiche Krankheit hatte und es hilft mir sehr zu wissen, dass ich noch jemanden persönlich kenne, der das gleiche durchgemacht hat. Ich hätte es bei ihr nie gedacht, dass auch sie mal davon betroffen war.
Die anderen waren sehr lieb und wir haben die Abmachung, dass darüber nicht ständig geredet wird, sondern wir wie immer miteinander umgehen, dass ich aber jederzeit zu ihnen kommen und reden kann, wenn mir danach sein sollte. Bisher kam ich zwar noch nicht auf das ANgebot zurück, aber es hilft schon, allein das Wissen zu haben, dass da noch welche sind, die von meiner Krankheit wissen und die mich unterstützen, so gut sie es können.

Ich kann dir also nur raten, mit Freunden darüber zu reden. Überleg dir vorher genau, zu wem du am meisten Vertrauen hast und welche Reaktion du dir eventuell auch schon im Voraus vorstellen könntest- so fällt es relativ leicht, denjenigen zu finden, dem man es als ersten sagen will. Und wenn einmal der Anfang gemacht ist, geht es beim nächsten Mal etwas leichter- auch wenn es jedes Mal wieder eine Überwindung und Kraft kostet, aber das Gefühl danach, entschädigt für die Angst.

Viel Erfolg und liebe Grüße,
Steffi


Mit einigem Geschick kan man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen. (Robert Lembke)
06-12-2008 01:11 PM
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Beiträge: 4
Registriert seit: Jan 2010
Beitrag: #5
RE: wie sag ich es meiner familie?

Morgen zusammen,

ich finde es super, dass man hier zu einer Therapie befürwortet wird, bzw. es jmd. anzuvertrauen.
Aber das ist so leicht gesagt :-(
Ich hab so eine enorme Blockade meinen Eltern irgendwas in der Hichtsicht zu sagen, ich hab richtig Angst davor, ich könnte es nicht.
Meine Schwester hat so auf mich eingeredet, dass ich ihr gesagt habe, was los ist.
Aber einfach nur aus dem Grund, dass ich vll. nicht mehr so allein damit bin, damit ich auch jemanden zum Reden habe.
Nun setzt sie mich in gewissen Maße unter Druck es meinen Eltern zu sagen - aber ich kann es einfach nicht. Ich würde mein, und auch ihr Leben komplett umkrempeln.
Allein Nichtigkeiten werden dann sicher zu großen Themen.
Wenn ich mit ihnen am Mittagstisch zusammensitzen werde und nur etwas Salat esse, weil ich keinen Hunger habe, wirklich keinen Hunger und danach auf Toilette muss, nicht aus dem Grund zu kotzen, dann würde mir gleich uunterstellt werden, dass ich wieder rückfällig geworden wäre und, und, und.
Es ist so eine beschissene Situation!!

Grüße, Tena.

19-01-2010 07:46 AM
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Beiträge: 9
Registriert seit: Jan 2010
Beitrag: #6
RE: wie sag ich es meiner familie?

Hallo zusammen,
Hut ab, vor jedem, der es schafft, mit seiner Familie über dieses Thema zu reden. Ganz ehrlich!
Meinem Schatz hab ich es jetzt nach 2 Jahren Beziehung gebeichtet und das war für mich ein riesiger Schritt. Was die Eltern oder Freunde angeht, so geht es mir ähnlich wie Tena, ich bin da total blockiert. Oder eher noch, ich ziehe es gar nicht in Erwägung. Ich bin doch eh das schwarze Schaf der Familie und das Sorgenkind und geschieden und jetzt das noch.....oh nein.
Ich bin sehr froh, dass mein Liebster davon weiß. Von ihm bekomme ich ganz viel Kraft und Hilfe. Obwohl ich ganz arg Angst hatte, ihn damit zu überfordern, etwas zwischen uns zu stellen....aber es war nicht so. Er trägt mich auf Händen und hilft mir wo er kann, er kontrolliert mich nicht und nervt nicht jeden Tag. Er hilft mir, wenn ich auf ihn zukomme. Und das ist gut so. So ist ES nicht den ganzen Tag Thema, nicht auch noch in unserer wunderbaren Beziehung....

Ich wünsch dir ganz viel Kraft!
Tu das, was DU für richtig hälst!
Einen lieben Gruß

21-01-2010 08:25 PM
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Beiträge: 3
Registriert seit: May 2010
Beitrag: #7
RE: wie sag ich es meiner familie?

halloo zusammen

ich möchte es meinem freund sagen, auch meiner mutter, jedoch bei meinem freund habe ich solche angst wie er reagieren wird.
wie haben eure freunde reagiert? mit was muss ich da rechnen?

hoffe auf eine antwort.

van.ila

21-05-2010 04:37 AM
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Beiträge: 6
Registriert seit: May 2010
Beitrag: #8
RE: wie sag ich es meiner familie?

Hallo ila!!!

Ich habe es meinem damaligen Freund auch gesagt. Anfangs hat er es"toleriert" aber als ich dann rückfällig wurde, hat er mich aufgrund dieses"Vertrauensbruchs" verlassen.
Nun aber die gute Nachricht. Mein jetziger Freund unterstützt mich sogar. Natürlich war es ein Schock für ihn, als ich es ihm "gebeichtet" habe, aber er liebt mich so wie ich bin, mit meinen Schwächen und Stärken. Setz dich doch am besten mit deiner Mutter und deinem Freund an einen Tisch. Schildere ihnen was du fühlst und das es um dich geht! Das musst du dir auch klar machen. DU musst gegen das Problem ankämpfen, nicht deine Mutter oder dein Freund. NAtürlich ist es viel wert, Unterstützung zu spüren, aber den Teufel besiegen, schaffst nur du alleine.

Ich denke sie werden im ersten Moment geschockt sein. Vieleicht braucht dein Freund auch ersteinmal Zeit üm das alles zu realisieren, aber wenn es ein Mensch ist, der dich verdient hat, dann hält er zu dir.

Ich finde es Klasse, dass du dich dazu entschlossen hast dich zu "outen". Eigentlich müssten das alle tun. Denn eine Schwäche kann nur bekämpft werden, wenn man sie zugibt!

Lass mal von dir hören wie es gelaufen ist!

Ganz liebe Grüße
Romina

21-05-2010 11:52 AM
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Beiträge: 3
Registriert seit: May 2010
Beitrag: #9
RE: wie sag ich es meiner familie?

hiii Romina

vielen dank für deine hilfe und deine tipps. wenigstens weiss ich mit was ich rechnen muss. ich bin nun noch für 10 wochen im ausland. im moment möchte ich`s so gerne loswerden. ich hoffe sehr das ich diesen mut auch nach diesen 10 wochen haben werde. Smile

freundliche grüsse

van.ila

21-05-2010 03:33 PM
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Beiträge: 6
Registriert seit: May 2010
Beitrag: #10
RE: wie sag ich es meiner familie?

Ich habe gerade deinen Nicknam verstanden...Haha ich dummerchen

VANILLA von vanille? Smile Guter EInfall!!!

Ich weiß, dass man darauf brennt es endlich zu sagen, aber der Moment fehlt immer. Bei dir gerade erst Recht!
Mach es direkt, wenn du wieder da bist! Dann schiebst du es auch nicht auf!!

Ganz liebe Grüße!

21-05-2010 08:37 PM
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