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mal stark, mal schwach
Beiträge: 4
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #1
mal stark, mal schwach

hallo,

also mein Ess-Verhalten:

es gibt Zeiten, da kann ich mich nicht beherrschen, da esse ich so viel, dass es mir schlecht geht und ich mich erleichtere, dass passiert allerdings nur, wenn ich mir sicher bin, allein zu sein und nicht "gestört" zu werden. Ich esse und kotze und esse und kotze..
oft jeden Abend in der Woche, davor bin ich ja arbeiten und da esse ich dann normal oder nix!
Sobald ich allein bin und Hunger verspüre fresse ich...

So dann kommen Zeiten in denen ich auch allein bin, aber in solchen Zeiten kann ich mich zusammen reißen, ich habe zwar ein blödes Gefühl, aber es geht.

Wie lang hält so eine Zeit an...?? ich habe mit 14 angefangen und habe es vier Jahre gemacht - sporadisch, wie oben beschrieben... dann hatte ich fünf Jahre eine Beziehung in der es fast nie, viell 8mal vorkam...so nach dieser Trennung bin ich allein (ich habe mich getrennt) und mach es wieder...jetzt habe ich gerad mal wieder eine Woche ohne geschafft....

es ist doch scheiße, da denkt man man is drüber weg und was ist es is doch nciht so...
es ist ja auch nicht so dass ich keine starke person wäre...im gegenteil...oder ist das das ventil, was man braucht?? immer stark zu sein schafft man auch nciht!?

mhm, wie ist das bei euch so, was seid ihr für typen?? wie läuft es ab??

09-06-2010 02:08 PM
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Beiträge: 11
Registriert seit: Feb 2009
Beitrag: #2
RE: mal stark, mal schwach

hey,
also bei mir geht das seit ca 2 1/2 jahren so mit dem kotzenvorher war mein essverhaltgen "nur" gestört und ich habs versucht mit sport etc zu kompensieren...
als ich noch daheim wohnte "musste" ich auch immer warten bis niemand da war bzw. hab ich manchmal einfach ne große portion gegessen und hab dann im bad die musik angedreht und so leise wie möglich gemacht...als die mengen aber auffällig größer wurden bin ich dann immer in die stadt hab mir dort alles möglich gekauft und auf ner toilette, in der ich ungstört war irgendwo gekotzt...
zur therapie (stationär) wars mir rel egal alle wussten warum ich da war ich wollt da nicht wirklich sein und bin damit ziemlich offen aggressiv umgegangen...das hat sich leider bis heute gehalten...zum teil ist es natürlich leichter wenn mein freund nicht da ist, weil ich mich dann mehr gehen lassen kann...ich fang meist daheim an und wenn ich denk es ist eh egal lauf ich in den nächsten supermarkt ess auf dem weg hin und zurück daheim meist noch und schließ mich dann im bad ein...klar weiß er was ich dann mach , hört es sicher auch und mir ist es irgendwie einfach nur noch egal, obwohl ich ihn liebe...er macht mir deswegen keinen stress oder so aber ich weiß dass es ihn stark belastet...könnt grad heulen bei der scheiße die ich abziehe Sad
und ja ich brauch das genau wie du, um stark zu sein als dampfventil und weil es für mich die einzig gültige ausrede ist mal nicht funktionieren zu müssen...leider

10-06-2010 01:49 PM
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Beiträge: 4
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #3
RE: mal stark, mal schwach

Bei mir ist es auch so. Manchmal halte ich durch und manchmal nicht. Dann bin ich so wütend auf mich!!
Wenn ich allein bin, suche ich gradezu nach Essen!! Schlimm ist das... wenn ich durchhalte bin ich stolz auf mich.
Aber ich kann nicht kotzen, ich hab versucht, aber es ging nicht.
Wenn ich zum Beispiel ein Eis am Stiel esse, ess ich vielleicht die Hälfte und dann werf ichs weg. Und dann steh ich manchmal vor dem Kühlschrank und bin stark.


Well, I'm so sorry that I can't be the right kind of monster for you, Bella.

Death is peaceful, easy. Life is harder.
12-06-2010 03:48 PM
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Beiträge: 4
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #4
RE: mal stark, mal schwach

hey Quingel,

da gehts dir ja ähnlich wie mir... es ist so schwierig, weil man in der situation einfach nur egoist ist. in allen situationen ist man immer sozial, selbstbewusst, zielstrebig...niemand würde auch nur auf die Idee kommen, dass man an so etwas leidet. Ich fühle mich aber dazu noch zieml leer. Keiner weiß genau wie es mir geht, dass mir meine Arbeit eigentl nicht gefällt...das irgendwas in meinem Leben fehlt...obwohl ich eigentl alles habe...aber es ist eben nicht perfekt. und der körper auch nicht und das ist aber das einzige was man versuchen kann perfekt zu behalten. hier die Kontrolle zu haben. Immer stark zu sein ist so schwer. Ich gelte als "powerfrau" ja aber das bin ich nicht, nicht in mir drin. aber auch zu stark es anderen zu sagen.... mich frisst das zur zeit auf...ich bin nicht glücklich......................

EURE TAMA


hey lee....

sei froh das du nicht kotzen kannst. ich wünschte es mir... somit hast du doch die besten chancen, da schnell raus zu kommen...???

gruß tama

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14-06-2010 01:58 PM von tama.)
14-06-2010 01:56 PM
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Beiträge: 2
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #5
RE: mal stark, mal schwach

Also wo soll ich anfangen, für mich ist das hier alles ziemlich neu.
Ich mach das ganze seit ca 4-5 Monaten,obwohl ich mir von anfang an bewusst war welche folgen das ganze hat, aber irgentwie verdrängt man das einfach. und rutscht rein-
Während der schule esse ich gar nichts, das klappt auch relativ gut und sobald ich zuhause bin esse ich einen salat und einen apfel ...an"guten" tagen wars das dann, aber wenn sich die gelegenheit ergibt, also niemand zuhause ist kriege ich richtige fressattacken, in denen ich nicht ich selbst bin, danach gehe ich mich dann "erleichtern" obwohl ich direkt danach denke, "so kann es nicht weitergehen" und mir fest vornehme es nicht mehr zu tun. außerdem hab ich wirklich panische angst dass es irgentjemand rausbekommt, es wäre mir so unendlich peinlich! anderseits möchte ich so gerne darüber reden und mir selber helfen..
Ich hab schon viele Beiträge über solche verhalten gelesen und bin eigentlich erschrocken was das für auswirkungen hat, z.B. dass die krankheit nie verschwindet, das macht mir dann wieder angst und ich will unbedingt aufhören und es läuft ca 2 tage sehr gut, in denen esse ich dann ganz normal (bzw. zwinge mich dazu) und bin auch sehr stolz.
und dann ist es wieder als ob ich nicht ich selbst wäre und alle guten vorsätze sind weg.
Ich möchte mich einerseits schon ändern, aber in mir ist nochimmer die stimme die sagt "du musst noch mehr abnehmen!"
ich hab das gefühl ich bin nicht mehr ich selbst und verliere mich, vor einem jahr war ich noch so selbstbewusst und immer glücklich, mittlerweile fühle ich mich wie ein depressives häufchen

15-06-2010 06:21 PM
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Beiträge: 11
Registriert seit: Feb 2009
Beitrag: #6
RE: mal stark, mal schwach

hey eva, du hast echt gut erkannt, dass du da so schnell wie möglich raus solltest! wenn du darüber reden möchtest solltest du vielleicht mal in eine beratungsstelle gehen oder dir nen therapeuten suchen. aber such dir was was wirklich passt sonst bringt das ganze nichts, kannst du mir glauben...
ich glaube auch nicht dass du noch mehr abnehmen musst...meine mutti hats mal so auf den punkt gebracht "dann bist du drei kilo leichter. das ist für den moment vielleicht toll - aber was ändert es !wirklich! an deinem leben?"
ja was änderts an deiner einstellung zu dingen, freunden, schule, familie - nichts...zumindest nichts positives...glaub mir ich habe mich fast ein jahr eingeigelt und niemanden an mich rangelassen - mich gestritten und bin daheim fast rausgeflogen...ich wünsch den ganzen spass niemanden und wenn du stark bist woran ich fest glaube kannst du schlank und vor allem gesund sein ohne zu kotzen!!!!
ich wünsch dir viel kraft und fühl dich umarmt

18-06-2010 03:57 PM
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Beiträge: 4
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #7
RE: mal stark, mal schwach

Ich weiß nicht, ob ich glücklich darüber sein soll. Manchmal würd ich schon alles wieder auskotzen, einfach auf den RESET-Knopf drücken und alles rückgängig machen.

Ich finde schon, dass es dein Leben verändert, wenn du leichter bist. Du bist glücklicher, weil du zufriedener bist. Nicht unbedingt nur 3 Kilo, aber plus/minus zehn können dein Leben schon sehr verändern.

Ach ja und könntet ihr bitte auf meinen Beitrag antworten? Ich bin nämlich echt verzweifelt. Hier der Link:
http://www.love-u-feel-free.de/forum/ednos-t-890.html


Well, I'm so sorry that I can't be the right kind of monster for you, Bella.

Death is peaceful, easy. Life is harder.
18-06-2010 05:47 PM
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Beiträge: 2
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #8
RE: mal stark, mal schwach

zuersteinmal muss ich sagen, dass sich meine situation schon gebessert hat, vorallem von der einstellung her!
also ich hab vor einem jahr ca 10kg zugenommen, hab es erst gar nicht richtig realisiert, aber irgendwann, als schon öfter etwas fiese Kommentare kamen, (teilweise sogar von verwandten) ist es mir richtig bewusst geworden und ich fühlte mich überhaupt nicht wohl und dann hab ich aufgehört so viel zu essen und hab schließlich ca 8 kg abgenommen. irgendwie hatte ich dann aber öfter fressattacken und angst wieder zuzunehmen,den rest muss ich ja nicht erläutern...
ich muss sagen als ich damals so zugenommen hab ist mein Selbstbewusstsein ziemlich flöten gegangen und als ich abgenommen hab wurde es auch nicht unbedingt gestärkt, aber irgendwie fühle ich mich einfach etwas besser, es tut gut komplimente zu hören.
ich glaub auch nicht dass ich eine richtige Bulimie habe. ich fühl mich da eher gespalten. Ich hatte jetzt gerade z.b. eine kleine fressattacke und dachte sogar schon während des essens mich gleich erleichtern zu gehen.
Aber jetzt ist das Gefühl weg, weil ich wirklich aufhören will zu brechen! ich hab mir einfach gedacht, "okay, das war jetzt zwar gar nicht gut, aber sich jetzt zu übergeben macht es nicht besser. ich werde nicht gleich wieder extrem zunehmen, weil ich einmal über die strenge geschlagen hab"
ich bin eigentlich sogar ziemlich stolz auf mich, ich denke ich brauche noch nicht direkt therapeutische hilfe. wenns so läuft wie bisher, kann ich es alleine schaffen glaub ich. Ich denke auch ich kann meine situation ganz gut einschätzen.
was mir eher zu schaffen macht, ist das ich Phasen habe in denen ich dazu neige leicht depressiv zu werden, auch wenn ich eig ein glücklicher mensch bin.
Ist das normal mit 17Jahren? Kann man da schon Depressionen haben?
Oder hängt das eher mit der Pubertät zusammen?

ich finde man unterschätz Bulimie ziemlich, es gewinnt schnell die Oberhand und wird schnell zum Alltag, wenn man sich das mal bewusst macht, kann das einen ganz schön erschrecken, vorallem weil man wirklich nicht so leicht hinauskommt.

Ich wünsche allen weiterhin viel erfolg und bedanke mich für Unterstützung!
lg

19-06-2010 03:18 PM
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Beiträge: 1
Registriert seit: Jun 2010
Beitrag: #9
RE: mal stark, mal schwach

hallo alle zusammen,

ich bin 21 Jahre alt und das erste mal auf so einer seite, um sich die probleme von der seele zu reden/schreiben.
Und hier erkenne ich, dass es uns allen ähnlich geht...den einen trifft es schwer..den anderen vielleicht bisschen weniger!

Kurz zu meiner Erfahrung mit Bu:

mit 12 Jahren sagte mir meine cousine, die damals auch 12 war, dass ich zum abnehmen einfach meinen finger in den hals stecken muss und dann abnehme!
Ich habe mir das gemerkt und dann auch so gemacht...erst mal paar mal...dann wurden monate draus und jetzt sind es jahre...

zu anfang war es extrem, ihr kennt das ja...extrem viel essen(eher fressen) und dann alles wieder rauskotzen und dann bekommt man ja wieder hunger und hat lust was zu essen, man kann aber nicht nur ein wenig essen, damit man auch nur seinen hunger stillt, nein... man frisst alles in sich rein und dann wieder von vorn!
Ich habe sogar, wenn es spät abends war und meine eltern zu hause waren, eine mülltüte mit ins bad genommen und dann die brause ganz fest aufgedreht und in die tüte gekotzt, die ich dann unter ein handuch versteckt und in mein kinderzimmer gebracht habe. Das hab ich dann am nächsten tag entsorgt!Extrem ekelhaft, ich wei! aber in dem moment weiß man sich nicht anders zu helfen.

Ich habe mich auch schon bei freunden und verwandten übergeben.
(wie verzweifelt, wenn man so überlegt)

also ich mit 17 das erste mal einen festen freund hatte...hat sich das ein wenig gelegt...aber auch nach der beziehung wurde ich irgendwie stärker und habe dann vielleicht einmal in drei monaten gekotzt und ein halbes jahr gar nicht.Dann kam die ausbildung und man würde vernüftiger und wollte es nicht mehr tun.

Jetzt holt es mich aber wieder ein, mit 21 Jahren! stehe kurz vor meiner prüfung zum abschluss der ausbilung bankkauffrau und bin unzufrieden mit mir!

Ich kotze nicht jeden tag, aber so einmal die woche...aber ich merke, dass es mich nicht loslässt und wenn ich schwach werde, es mich wieder einholt!
Ich wunder mich bei mir, dass ich im beruf immer stark bin...motiviere immer andere und selber komme ich nicht klar im leben.

ich merke, dass ich das alleine nicht schaffe und das immer wieder kommt und ich denke das ich mich therapieren lasse!Weil wo soll das enden?
Meine Zähne sind schon kaputt..immer habe ich löcher, bei jedem zahnarztterminSad und ich merke, wenn ich mich bücke...schließt der schließmuskel nicht richtig, ich habe schlechte haut und ärgere mich über mich selber!

Aber eins muss man sagen...es liegt an der heutigen gesellschaft...wir sind doch alle auf eine art und weise depressiv und werden in eine richtung geschliffen...und geht es ja allen gleich schlecht...die medien...die leistung, die man in der arbeit erbringen muss...immer die beste, schlauste, schönste sein ...total fern von der realität...!!!Wo soll das enden!!! In Japan ist es sogar gesetzlich verboten retouchierte modelfotos auf plakaten zu zeigen außer sie sind gekennzeichnet als solches!!!

Was wir als erstes alle lernen müssen, ist es uns selbst zu lieben und zu akzeptieren...daran arbeite ich auch!!

Ich wünsche allen hier ganz viel Glück auf eurem Weg!!!Und wenn ihr nicht mehr weiter wisst, holt euch hilfe!!!Sonst werdet ihr sehr krank (körperlich als auch seelisch) und dies zu beseitigen ist schwer!

Gruß

SmilePlease

20-06-2010 02:32 PM
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